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„Vielleicht genau das: Rückzug.“

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Engel und andere tote Tiere ©2026 Nik Winkelmann


"Engel und andere tote Tiere" entstehen aus Linien, die nicht erzählen wollen. Keine Motive, keine Metaphern, keine symbolischen Figuren. Jede Linie ist endgültig; jeder Fehler wird tragfähig gemacht. Deep Learning dient hier nicht als Generator, sondern als Widerstand: als System, das Formen anbietet, die zu lesbar wären – und dadurch zwingen, gegen Klarheit zu arbeiten. Die Frage, ob dies noch „moderne Kunst“ ist, stellt sich nur äusserlich. Die Arbeit folgt keinem Stil, sondern einer Haltung: Formen so weit zu reduzieren, bis sie sich weigern, Bedeutung zu tragen. Die Modernität liegt nicht
im Werkzeug, sondern in der Entscheidung, was man dem Werkzeug entzieht. „Engel und andere tote Tiere“ bezeichnet keine Figuren, sondern Gewichte: Körper, die nicht mehr tragen; Zeichen, die zerfallen; Umrisse von Dingen, die verschwunden sind.

Der Engel ist Abwesenheit, das tote Tier eine Masse, eine Grenze, ein Rest. Winkelmanns Arbeit untersucht, wie viel Form ein Bild verlieren kann, bevor es sich auflöst – und was bleibt, wenn man ihm jede Bedeutung entzieht. Keine Effekte, keine Dekoration: nur Schwarz, Fläche, Linie, Druck.

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